01.02.2026 - 00:00

Vogelgrippe – ist mein Haustier gefährdet?

Für Hunde gilt:
Eine nachgewiesene Erkrankung an Vogelgrippe ist bislang extrem selten, in manchen offiziellen Informationen wird sogar festgehalten, dass Fälle praktisch nicht bekannt sind. Das größere Risiko besteht eher darin, dass ein Hund beim Spazierengehen einen toten oder kranken Vogel aufnimmt, ihn herumträgt und so Krankheitserreger weiterverbreitet. Deshalb wird in Regionen mit Ausbrüchen empfohlen, Hunde an die Leine zu nehmen und sie nicht an Kadaver oder offensichtlich kranke Vögel zu lassen.

Bei Katze gilt:
Bei Katzen ist man etwas vorsichtiger, weil in Einzelfällen Infektionen beschrieben wurden – meist dann, wenn die Tiere größere Mengen von stark belastetem Geflügelfleisch gefressen oder an verendeten, infizierten Vögeln gekaut haben. Für normale Freigänger-Katzen, die ab und zu mal einen Spatz fangen, wird das Risiko dennoch als gering eingeschätzt. In Zeiten mit vielen Vogelgrippefällen in der Umgebung raten Fachleute aber dazu, den Auslauf von Katzen nach Möglichkeit etwas einzuschränken und besonders gut darauf zu achten, ob sie tote Vögel nach Hause bringen.

Damit du dein Tier bestmöglich schützt, sind vor allem einfache Vorsichtsmaßnahmen wichtig: Lass Hund und Katze nicht an tote oder sichtbar kranke Vögel, füttere kein rohes Geflügel unbekannter Herkunft und halte Abstand, wenn du selbst Kadaver siehst – melde solche Funde besser dem zuständigen Veterinäramt. Wasche dir nach Kontakt mit Vögeln, Ställen oder Kot gründlich die Hände, bevor du dein Haustier streichelst. Hausvögel wie Wellensittiche sind bei reiner Wohnungshaltung praktisch nicht gefährdet; hier geht es vor allem um saubere Käfige, frisches Futter und keinen Kontakt zu Wildvögeln.

Zeigt dein Tier plötzlich starke Mattigkeit, Fressunlust, Atemprobleme oder neurologische Auffälligkeiten – und hatte zuvor Kontakt zu toten oder kranken Vögeln –, solltest du zur Sicherheit unmittelbar eine Tierarztpraxis kontaktieren und erwähnen, dass in deinem Gebiet Vogelgrippefälle aufgetreten sind. Selbstdiagnose oder Behandlung auf eigene Faust sind keine gute Idee.

Für dich als Halterin oder Halter ist wichtig zu wissen: Nach Einschätzung von Fachbehörden bleibt das Risiko für die allgemeine Bevölkerung, sich mit der aktuell zirkulierenden Vogelgrippe anzustecken, trotz der vielen Ausbrüche bei Vögeln insgesamt niedrig. Wenn du die genannten Hygieneregeln beachtest und dein Haustier von toten oder kranken Vögeln fernhältst, tust du im Alltag bereits sehr viel, um dich selbst und dein Tier zu schützen.